Peter Bühr and his Flat Foot Stompers

Bericht aus dem Jazz Podium 04/2013

 

 

Es gibt Phasen im Leben, in denen man die bestehende Situation verändern muss, zumal sie einen zu sehr belastet, einen Großteil der Lebensfreude nimmt. Das war 2010 bei dem Klarinettisten‚ Saxophonisten und Bandleader der Flat Foot Stompers Peter Bühr der Fall. Fast vier Jahrzehnte musizierte er mit großem Engagement, viel Freude und enorm viel Einsatzbereitschaft mit den Flat Foot Stompers. Sie bildeten auch jahrelang den Rahmen der von Peter Bühr ins Leben gerufenen Rems-Murr-Jazztage‚ zu denen insgesamt an die hundert amerikanische Größen des swingenden Jazz eingeladen wurden. Diese Festivals präsentierten Jazzstars, die neben eingefleischten Jazzfans auch ein neues Publikum mit dem swingen- den Jazz bekannt machten und so mancher Oldtime Jazzband im Südwesten Deutschlands viele Anregungen gaben.

Es fiel dem Endsechziger Peter Bühr nach all den wunderbaren Erlebnissen und großen Erfolgen nicht leicht sich im Sommer 2011 von den Flat Foot Stompers zu verabschieden, aber die musikalischen Vorstellungen der Bandmitglieder drifteten immer weiter auseinander, einige der Amateurmusiker konnten den ge- wünschten Schritt einer Weiterentwicklung nicht machen, und es kriselte auch heftig in den menschlichen Beziehungen.

Der Zufall wollte es. dass sich Peter Bühr nicht vom Musikmachen verabschiedete. sondern mit Begeisterung erneut durchstartete. Er erzählt: „Ich machte mit meinem Hund einen Spaziergang auf der 5chwaneninsel in Waiblingen und traf dort den Trompeter Andy Lawrence. Er fragte mich gleich, was ich denn nun vorhätte nachdem ich mich von den Flat Foot Stompers verabschiedet hätte. Ich antwortete, dass ich vermutlich aufhören würde Musik zu machen. Andy sagte mit Bestimmtheit: ‚Du hörst nicht auf ich spiele Trompete bei dir!’ Das war der Beginn einer neuen Band Von den altbewährten Flat Foot Stompers wollten vier mit mir weitermachen, zwei zeigten kein Interesse. Dafür kam dann Thomas Oehme zu uns, ein sehr guter Posaunist, der bestens vom Blatt lesen kann, ein beachtliches Jazzfeeling besitzt und über Banderfahrung verfügte, zudem der Gitarrist Peter Starkmann‚ der im Stil von Charlie Christian als auch in dem von. Django Reinhardt spielen kann und außerdem die Fähigkeit besitzt swingende Rhythmusgitarre zu spielen.”

Um die Sicherheit zu haben, dass es mit den Flat Foot Stompers so weiter geht, ihm keines der früheren Bandmitglieder den Namen streitig machen würde, ließ sich Peter Bühr beim Patentamt in München den Namen „Flat Foot Stompers" sichern und um sich von der ehemaligen Band zu unterscheiden, wurde der Name von Peter Bühr, der sich durch seinen jahrelangen Einsatz im Großraum Stuttgart und weit darüber hinaus, bekannt und beliebt gemacht hat, dazugefügt. Peter Bühr and his Flat Foot Stompers probten gleich mit viel Freude Arrangements, die die alte Formation nicht spielen konnte. „Arrangements, die ich von Bill Allred bekam, von Randy Sandke, Dan Barrett, Bob Haggalt und Johnny Varro. Auch Andy Lawrence erkannte die Möglichkeiten dieser neuen Band und schrieb Arrangement auf Arrangement, eines besser als das andere, u. a. von ,Ma cherie’, ‚Puttin’ on the Ritz’‚ ,Anything goes’, ,Stumblin’, ‚Shake it and break it’ und auch ‚At the jazzband ballj das auf einerAufnahme basiert, die Louis Armstrong mit Bing Crosby für Capitol aufgenommen hat, musikalisch geleitet von Billy May mit dem ich befreundet war Wir spielen viele Arrangements aus der Feder von Andy aber ebenso viele warten noch darauf gespielt zu werden, etwa seine Arrangements von ‚Oh Miss Hannaf ‚Heebie jeebies’ ‚If l had my way’ und ,Lullaby of Broadway’. Da Andy unsere zufällige Begegnung auf der Schwaneninsel in Waiblingen als gutes Omen betrachtet, komponierte er den ,Swan Island Rag‘ danach noch Stücke wie den ‚Soprano strut’ und ‚Here we go again’. Weitere seiner Arrangements, sowohl lyrische als auch up-tempo haben wir im Programm und sie sind alle sehr musikalisch und interessant gestaltet.” Zum Titelstück der neuen CD wurde „Here we go again” bestimmt, was die Erneuerung, Verbesserung und die Freude am Neustart ausdrückt. Das Album ist ein erfreuliches Zeugnis dafür wie sich auch altgediente Bands noch nach Jahrzehnten auf eine höhere Leistungsstufe zu hieven vermögen, neue Begeisterung spürbar werden lassen und noch mehr für die Zukunft versprechen.

Die Begegnungen mit über mehr als 100 amerikanischen Topmusikern im Rahmen der Rems-Murr-Jazztage stießen bei Peter Bühr, der damals noch ein Geschäft für Baurenovierung betrieb, viele Impulse an weiter zu lernen, immer besser zu musizieren. Doch Peter Bühr sagt bescheiden: „Ich nahm auch bei solchen Begegnungen viel wahr was ich gerne gelernt hätte, aber mir nicht möglich war ich verfüge nicht über solche genialen Fähigkeiten, wie diese Größen der amerikanischen Jazzszene. Leider leben die meisten von ihnen nicht mehr Ich halte jedoch zu denen, die noch unter uns sind Kontakt. ” Im Winter spielte er mit dem 83-jährigen Pianisten Johnny Varro in Florida. Und es ist ihm auch ein Anliegen, dass der großartige, flexible Pianist regelmäßig in Deutschland gastieren kann. Er stieß beispielsweise auch die Tournee der Johnny Varro Swing Seven vor einem Jahr in Deutschland und der Schweiz an. Sie wurde dann von dem Schlagzeuger Bernard Flegar durchgeführt, der Varro mit dem Trompeter Randy Sandke koppelte aber die meisten anderen Musiker aus Europa rekrutierte. Varro konzipierte für seine Swing Seven großartige Arrangements, die den Geist der Großen des Jazz von einst atmen, aber auf die heutige Zeit zugeschnitten wurden. Und einige davon spielen jetzt auch die Flat Foot Stompers, etwa „Avalon"‚ „Margie”‚ „Chicago“ und „One morning in May".Am Ende der Europatournee mit seiner Swing Seven, die Varro hör- und sichtbar glücklich machte, nahm sich Peter Bühr des Pianisten an und regelte alles für seinen Abflug. Und da überraschte Johnny seinen Freund Peter mit einem besonderen Geschenk, er gab ihm ein speziell gefertigtes swingendes Arrangement des deutschen Evergreens „Wenn der weiße Flieder wieder blüht". „Er erlaubte sich sogar stellenweise die Harmonien jazziger zu verändern, wie man auf unserer neuen CD hören kann. Bei Varro steht der Swing im Vordergrund, aber er spielt seine verschiedensten Talente in der Musik aus. So sind die Arrangements, die er mit Warren Vache, Harry Allen, Nicki Parrott und Chuck Riggs für die CD ‚Speak Low’ aufnahm, moderner als die Bearbeitungen bekannter Standards für seine Swing Seven. Wir haben mit Varro übrigens auch drei Konzerte gegeben mit der Musik der ‚Speak Low’-CD, ich blies dabei Tenorsaxophon‚ Andy Lawrence Trompete und Flügelhorn‚ Helmut Siegle spielte Bass und Will Lindfors Schlagzeug.”

Aus Peter Bührs Worten ist die Begeisterung zu spüren, mit der die Musiker der „neugeborenen“ Flat Foot Stompers ans Werk gehen. Jede Woche wird geprobt, dabei werden drei bis vier neue Arrangements, zuerst ohne Piano und Drums, einstudiert, erst die dritte oder vierte Probe ist eine Gesamtprobe für alle Mitglieder der Band und dann erst kommt das Publikum in den Genuss der neuen Stücke. In den Arrangements von Andy Lawrence ist der Freiraum für die Musiker recht groß, sie sind zum Teil nicht ganz so einfach zu bewältigen, aber die Flat Foot Stompers nehmen sich die Zeit dafür bis sie sich damit wohl fühlen, so dass die Musik relaxed klingt. lhr Repertoire umfasst sogar 24 Arrangements von Weihnachtsliedern, die Andy Lawrence arrangierte. und die in der Weihnachtszeit 2012 in neun Konzerten das Publikum entzückten.

Peter Bühr fasst zusammen: „So entwickelt sich das, was uns Benny Goodman, Duke Ellington, Sidney Bechet oder auch John Kirby in ihrer Musik vorgaben, immer mehr zu unserer eigenen Musik.”

Text: Gudrun Endress Foto: Richard Mack

 

 


 

 

Zeitungsartikel aus der Osnabrücker Zeitung vom 18.03.2013

 

 Schwäbischer Jazz auf höchstem Niveau.
Foto: Troiza (herzlichen Dank an dieser Stelle)


 

Schwäbischer Jazz mit Rhythmus

„Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“ begeistern im Jazzclub

Dissen. „Keeping the Jazz Alive“ lautet das Motto des Jazzclubs Dissen-Bad Rothenfelde in diesem Jahr. „Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“ lösten dieses Versprechen ein und spielten am Wochenende in aller Frische Jazzmusik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

Vom Ragtime aus der Schmiede von W.C. Handy bis zu Cole Porters „Anything Goes“ – die Band aus Waiblingen hatte alles drauf. Seit über 38 Jahren hält der inzwischen 71-jährige Saxofonist Bühr die Tradition des Jazz der Tanzhallen und Clubs hoch und trifft damit im In- und Ausland auf begeisterte Zuhörer. In Dissen war das nicht anders, dort bejubelte das Publikum Originalität und Können der Musiker, das rasante Tempo, das von der ersten bis zur letzten Note herrschte, sowie die launigen Ansagen des Bandleaders.

Wer die Band aus Schwaben im Bahnhof erlebt, mochte ein wenig Mitleid mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse empfinden. Der hatte doch vor einigen Monaten einen öffentlich ausgetragenen Streit losgetreten, „sein“ Berlin werde von schwäbischer Lebensart erstickt. Hätte er doch mal den „Flat Foot Stompers“ zugehört, da wäre ihm aufgegangen, welche Bereicherung die südwestdeutsche Kultur mit sich bringt.

Den Jazz beherrschen die sieben Musiker aus dem Effeff. Da ließ sich schon mal ein Zuhörer zu dem spontanen Ausruf „Toller Rhythmus, tolle Stimmung“ hinreißen und traf den Nagel auf den Kopf: Bühr und Wolfram Grotz (Piano), Uli Reichle (Tuba) Will Lindfors (Schlagzeug) Andy Lawrence (Kornett & Gesang), Thomas Oehme (Posaune) und Peter Starkmann (Gitarre) gehören ohne Zweifel der Oberliga ihrer Stilrichtung an.

Ein absolutes Highlight waren die Ansagen Bührs, der Irving Berlins „Puttin’ on the Ritz“ als Song „über einen Stenz“ ankündigte und jeden neuen Titel in seiner Mundart als „Stückle“. Das war aber nur die eine Seite der Medaille.

Die andere bestand aus mitreißendem, frisch gespieltem Jazz, der von einer Combo ausgezeichneter Musiker mit beträchtlichem solistischen Können zelebriert wurde: Keepin’ the Jazz Alive.

 

  


  

 

Im Dez. 2012 erschien die neue CD der Flat Foot Stompers "Here we go again". Die CD kann bei Peter Bühr für 15,-- € (+ Versand) bestellt werden - oder auf jedem der Flat Foot Stompers Konzerte erworben werden.
 

        

 


 

 

Zeitungsbericht Schorndorfer Zeitung 22.02.13
  

Humor und Kunst am Instrument

Schorndorf-Oberberken.

Das Dutzend ist voll: Zum zwölften Mal hat Peter Bühr mit seinen Flat Foot Stompers beim jährlichen Jazzfrühschoppen in Oberberken gastiert - und wieder einmal war das Foyer der Schurwaldhalle bis auf den allerletzten Platz besetzt. Der Blues „Ole Miss“ von W. C. Handy bildete den stimmungsvollen Einstieg. Flott ging es mit Cole Porters „Anything Goes“ weiter, gefolgt vom dumpfen Stampfen in „Big Noise Coming from Winnetka“. Eine Jazz-Perle reihte sich an die andere, wie „Egyptian Fantasy“ mit orientalisch inspiriertem Rhythmus und schönem Saxophon-Part oder der „Limehouse Blues“, bei dem Peter Starkmann ein virtuoses Gitarrensolo zelebrierte und „Hot Lips“, das Uli Reichle mit seinem Susaphon veredelte. Dazu war viel Bekanntes zu hören, aber auch manche interessante Neuentdeckung. Zwei flotte Eigenkompositionen von Andy Lawrence bewiesen, dass er nicht nur singen und dem Kornett auch im oberen Bereich wunderbar klare Töne entlocken kann, sondern als Arrangeur und Komponist ebenfalls überzeugt. Auch Wolfram Grotz (Piano), Thomas Oehme (Posaune) und Will Lindfors (Schlagzeug und Gesang) zeigten ihr Können bei hervorragenden Soli. Und Peter Bührs kenntnisreiche und witzige Moderation schuf den passenden Rahmen für ein kurzweiliges, rundum erfreuliches Jazz-Erlebnis.


 

 

Zeitungsbericht Waiblinger Zeitung 25.02.13

Nach dem Jazz-Ideal

1974 gegründet, hat sich die Band 2011 unter dem Namen „Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“ neu formiert. Nach wie vor fühlt sich die Band vor allem dem Ideal des frühen Jazz von King Oliver, Bix Beiderbecke und Louis Armstrong verpflichtet.

Im vergangenen Jahr erschien unter dem Titel „Here We Go Again“ die neue CD der Flat Foot Stompers, die bei Peter Bühr telefonisch
(0 71 51 / 56 43 10) oder per E-Mail erworben werden kann: buehrpeter@aol.com


 


 

Zeitungsbericht Waiblinger Zeitung 25.02.13

 

Garniert mit Anekdoten

 

                          

Peter Bühr (links) and his Flat Foot Stompers: Andy Lawrence, Will Lindfors, Thomas Oehme, Uli Reichle und Peter Starkmann (von links) begeisterten vor heimischen Publikum.Foto: ZVW

 

 

Bandleader Peter Bühr weiß beim ausverkauften Konzert im Bürgerzentrum zu jedem der Musikstücke eine Geschichte

Waiblingen. Beim Fußball gelten Heimspiele als erfolgsträchtig, auch wenn damit der Sieg noch lange nicht unter Dach und Fach ist. Anders bei den Auftritten der Waiblinger Flat Foot Stompers vor heimischem Publikum. Längst war das Konzert im Studio des Waiblinger Bürgerzentrums am vergangenen Freitag ausverkauft und die Begeisterung der rund 150 Besucher so gut wie sicher.

Peter Bühr, Klarinettist und Spiritus Rector der Flat Foot Stompers, begrüßt am Eingang jeden Besucher mit Handschlag: „Wie geht’s? Schön, dass ihr da seid.“ Man kennt sich, auch untereinander, fast schon ein Familienfest. Die Flat Foot Stompers haben Kultstatus.

Doch was ist es, was die treue Gemeinde der Fans zusammenhält? Ist es die gemeinsame Begeisterung für den traditionellen Jazz der Ursprungsepoche im alten New Orleans und dessen Weiterentwicklung in den 20er Jahren in Chicago? Dies allein dürfte wohl kaum reichen, um eine so große Fangemeinde zu mobilisieren, wie sie Peter Bühr und seine Flat Foot Stompers hinter sich haben. Nein, hinzu kommt das Geschick, mit dem die sieben Musiker ihre Musik dem Publikum schmackhaft machen. Man spürt förmlich die Begeisterung, mit der jeder Einzelne seiner Leidenschaft frönt. Und der Funke springt schnell auf das Publikum über. Geradezu liebevoll moderiert Peter Bühr jedes der vorgetragenen Stücke und garniert es mit Anekdoten über Musiker und Komponisten. Sehr authentisch klingen seine Schilderungen – kein Wunder, verbinden Peter Bühr doch zahlreiche persönliche Freundschaften mit den Protagonisten dieser Jazzepoche.

Da ist zum Beispiel Bobby Haggart, musikalisches Multitalent und Bassist, der seinen Welthit „Big Noice From Winnetka“ kurzerhand zu „Big Noice From Waiblingen“ umbenannte und damit seiner Dankbarkeit für die Gastfreundschaft in Waiblingen Ausdruck verlieh. Darüber hinaus schrieb er eigens ein Arrangement für dieses Stück, das er den Flat Foot Stompers überließ und das natürlich im Programm nicht fehlen darf.

2011 hat Peter Bühr seine Flat Foot Stompers noch einmal neu formiert und mit Thomas Oehme an der Posaune, Peter Starkmann an der Gitarre und Andy Lawrence als Kornettist und Sänger hervorragende Mitstreiter gefunden. Vor allem Lawrence ist seither der musikalische Dreh- und Angelpunkt der Band. Die meisten Arrangements und einige Eigenkompositionen stammen von ihm. Mit der Routine des Profis, der musikalisch mit allen Wassern gewaschen scheint, leitet er auf der Bühne mit sicherer Hand, gibt Einsätze und koordiniert die einzelnen Soli.

Bühr über Trompeter Andy Lawrence: Er führt uns an Grenzen

Unter den Solisten sticht einer besonders hervor, der sonst als Gitarrist und Begleiter eher eine untergeordnete Rolle zu spielen hat: Peter Starkmann. Virtuos und gleichzeitig musikalisch geschmackvoll weiß er single notes wie Perlen aneinanderzureihen und dabei überzeugende Melodien zu gestalten. Besonders beeindruckend seine Interpretation des Filmklassikers „Lime House Blues“ aus dem Jahr 1922.

Bei Andy Lawrence und dem Schlagzeuger Will Lindfors spürt man natürlich die Routine des professionellen Musikers. Mit traumwandlerischer Sicherheit beherrschen beide ihr Instrument und scheuen sich auch vor einem „Salto mortale“ nicht. Nicht abwertend sei daher vermerkt, dass nicht alle Mitglieder der Band dem Parforceritt, den die beiden Profis vorlegen, so ohne weiteres folgen können. Sich selbst reflektierend räumt Peter Bühr auch ein, dass es nicht leicht sei, den Vorgaben von Andy Lawrence immer zu folgen. „Er führt uns oft an unsere Grenzen.“ Schließlich ist für Peter Bühr and his Flat Foot Stompers ausschlaggebend, was Andy Lawrence in einer seiner Eigenkompositionen zum Ausdruck bringt: „Here We Go Again!“ Schließlich gilt hier das Motto des Cole-Porter-Musicals: „Anything Goes“– irgendwas geht immer! Solange das begeisterte Publikum den Flat Foot Stompers die Treue hält, braucht man sich darum keine Sorgen zu machen.

 


 

Zeitungsbericht Waiblinger Zeitung 28.12.12

 

Flat Foot Stompers zweimal im ausverkauften Bürgerzentrum

Waiblingen.

Ein Highlight im Studio des Bürgerzentrums: Peter Bühr und seine Flat Foot Stompers konzertierten mit Christmas-Songs. Nicht mit den gewohnten exzellenten Jazzsoli dominierten die Instrumentalisten, sie spielten stattdessen im Stile einer Big Band Weihnachtslieder unter anderem aus den Vereinigten Staaten, England und Kanada. Weihnachtslieder, die durch ihre Interpreten wie Nat King Cole, Bing Crosby und Frank Sinatra, auch die Trapp Familie, weltbekannt wurden. Alle Stücke im unverwechselbaren Sound von Peter Bühr and his Flat Foot Stompers und arrangiert vom Top-Kornettist Andy Lawrence.

Berührende „Stille Nacht“

Das bekannteste Weihnachtslied der Welt, „Stille Nacht, heilige Nacht“, hat die Band sehr einfühlsam vorgetragen, nicht verjazzt, sondern mit dem Respekt gegenüber diesem Lied der Weihnachtsbotschaft. Das Publikum im Bürgerzentrum war berührt. Erstaunlich, welche Vielzahl „Christmas Songs“ dargeboten, ja ausgegraben wurden, um ein zweistündiges Konzert zu füllen.

Die Ausführenden waren Andy Lawrence, Kornett und Gesang, Peter Bühr, Klarinette und Altsaxofon, Thomas Oehme, Posaune, Wolfram Grotz, Piano, Peter Starkmann, Gitarre, Ulli Reichle, Tuba, und Will Lindfors, Schlagzeug und Gesang.

Zweimal ausverkauft

Peter Bühr führte durch das Programm gewohnt locker und gekonnt. Die Mitwirkenden einer Superband bekamen lang anhaltenden Beifall. Und nachdem das erste Konzert bereits sehr früh ausverkauft war, wurde am folgenden Tag ein weiteres mit „full house“ gespielt. Waiblingen hat eine Spitzenband, die nach einem „on dit“ zu den besten Deutschlands zählt.

 


 

 

Zeitungsbericht Nürtinger Zeitung 13.07.2012

Raritäten des Traditional Jazz, ntz 13.07.2012

 


Zeitungsextra Waiblinger Zeitung 07.04.2012

Der swingende Pionier
Peter Bühr wird 70

Der Kopf der „Flat Foot Stompers“ holt noch heute Helden der internationalen Jazz-Szene nach Waiblingen

Vom Redaktionsmitglied des Zeitungsverlags Waiblingen (ZVW) Andreas Kölbl

Peter Bühr 2012: Beim Konzert mit Jonny Varro vergangene Woche im Bürgerzentrum.                             Bild: Büttner

 

Er ist der große Meister des traditionellen Jazz in Waiblingen. In einer Pionierleistung hat er die schwarze Musik der USA der 30er/40er Jahre im Remstal und weit darüber hinaus populär gemacht, stand mit Heroen der Musikgeschichte auf der Bühne. Am Montag wird „Flat Foot Stompers“-Frontmann Peter Bühr 70 Jahre alt.
 

Mit Titulierungen wie „Legende“ oder „Urgestein“ sollten Schreiber sparsam umgehen, doch bei Peter Bühr treffen sie nur allzu gut zu. Er rief 1980 die Rems-Murr-Jazztage ins Leben, bei denen sich die Crème de la crème der internationalen Szene traf. Wenn seine Flat Foot Stompers in der Dixieland Hall (heute Traditional Jazz Hall) in der Stuttgarter Marienstraße auftraten, einem der einst bedeutendsten Jazzclubs Deutschlands, blieb den Musikern wegen der großen Menschentraube vor dem Eingang nur der Weg durch Hintertür und Küche in Richtung Bühne. Und noch heute holt er regelmäßig alte „Fellows“ und jüngere Bekannte zu Konzerten ins Remstal: Jüngst spielte er mit dem 82-jährigen Pianisten Jonny Varro aus Brooklyn im Bürgerzentrum und der Opernsängerin Cornelia Götz in der Auerbachhalle in Urbach.

In Opas Radiogeschäft und mit AFN fing alles an

Vorige Woche, beim „Classic meets Jazz“-Konzert mit der Sopranistin, schloss sich ein Kreis. Denn mit ihrem Vater und ihrem Onkel hat Bühr in Jugendtagen „um die Wette Klarinette gespielt“. Seine persönliche Jazz-Geschichte reicht freilich noch ein paar Jahre weiter zurück – in die Fünfziger, ins Radiogeschäft seines Großvaters in Köln. Dort begann alles mit dem berühmten Ami-Sender AFN und einer Platte von Earl Bostic. „Als ich die hörte, war mir klar, ich will Saxofon lernen.“ Diese Musik war wie eine Befreiung von der spießigen Adenauer-Ära und den Nachwirkungen der Nazizeit. Sein Vater, der neben seinem Beruf beim Zoll Geige spielte, forderte ihn auf, erst mal mit Klarinette einzusteigen. Er nahm Unterricht und brachte sich selbst Harmonielehre bei. Schon mit 14 spielte er in einer Band.
 

Durch die Versetzung seines Vaters nach Waiblingen kam er ins Remstal. Peter Bühr und seine Kumpels lauschten den Plattentipps von Chris Howland, damals Moderator und Discjockey beim britischen Sender BFN. Das erste Geld, das sich Peter Bühr bei Ferienjobs wie dem Bau der Hangweide bei Stetten verdiente, wurde umgehend in Schallplatten und Instrumente investiert. Eine seiner ersten gebraucht gekauften Saxofone steht heute im Instrumentenmuseum in Stuttgart.

  

Ende der 50er: Tanzband mit Peter Bühr, Günter
Rau sowie Reiner und Gisbert Merk.

 

Mit Freunden wie den Götz- oder den Merk-Brüdern tourte Peter Bühr durch die Cafés und Gasthaussäle der Region und spielte zum Tanz auf: Schlager, Walzer, Tango – und immer öfter Jazzstücke. Mit 17 begann er in der Dieter-Scholl-Big-Band in Stuttgart, spielte beim Städtischen Orchester, gründete dann mit Werner Neidhardt die „Swing Five“ und die „First Waiblinger Big Band“. An einem denkwürdigen Abend im alten Café Brandstetter gaben sie sich 1974 den Namen „Flat Foot Stompers“. Sie standen fortan für Dixieland, Swing und bluesigen Mainstream-Jazz.

 

Die Flat Foot Stompers in den 70ern, von links: Roland Müller, Ernst Eckstein, Uli Reichle,
Peter Bühr, Udo Hafner, Reinhold Reichle und Werner Neidhardt. 
Bild: Privat

 

Beim ersten Altstadtfest 1975 spielten sie, bis der Schweiß des Publikums dick von der Decke des vollgestopften Gewölbekellers tropfte. In den Sechzigern erntete Peter Bühr Erfolge in einem ganz anderen Metier – als Rallye- und Geschicklichkeitsfahrer mit seinem Co-Piloten Hans Braun. Beim Waiblinger Motorsportclub waren sie mal Clubmeister. Doch der Jazz war’s, der Peter Bühr nach Florida und Kalifornien führte – zum Classic Jazz Festival in Los Angeles und zum Dixieland Jubilee in Sacramento. Dort lernte er Größen wie sein Klarinetten-Idol Peanuts Hucko, Glenn Millers Saxofonisten Tex Beneke, Frank Sinatras Arrangeur Billy May und Woody Hermans Pianisten Nat Pierce kennen. Von all’ seinen ungezählten Konzerten nennt Peter Bühr im Rückblick zuerst eins, bei dem er auf einer Privatparty mit eben jenem Nat Pierce spielte. „Er hat mir Töne vorgelegt, mich um Stufen höher gehoben und getragen.“ Nie war Peter Bühr besser – sagt Peter Bühr. Kenner schätzen ihn für seinen ausgewogenen, respektvollen musikalischen Umgang mit seinen Helden und sein Expertentum in Sachen Jazz-Geschichte. Ganz besonders jedoch für seine Tätigkeit als Impresario, der Musiker nach Waiblingen geholt hat, die in den Bands von Duke Ellington und Count Basie gespielt haben. Ohne Peter Bühr wären sie wohl kaum gekommen.

 

 


 

Zeitungsbericht Murrhardter Zeitung 03.04.2012

Der Charme der 30er-Jahre lebte auf

Von Marina Heidrich

MURRHARDT. Seit fast vier Jahrzehnten ist der Rems-Murr-Kreis auch eine Wiege der traditionellen Jazz- und Swingmusik. Einen nicht unwesentlichen Anteil daran haben sicher Peter Bühr und seine Flat Foot Stompers. Sie sorgen dafür, dass diese Musik auch heute noch frisch und lebendig klingt. Dank seiner guten Kontakte schafft es der Waiblinger Peter Bühr immer wieder, hochkarätige Gastmusiker aus den USA ins Ländle zu bringen. So auch beim Classic-meets-Jazz-Konzert in der Festhalle Murrhardt. Das Foyer bildete einen etwas ungewöhnlichen Rahmen, die Verantwortlichen hatten wohl erst das Publikumsinteresse unterschätzt und zu zaghaft aufgestuhlt. Schnell mussten weitere Stühle herbeigeschafft werden.

Das siebenköpfige Ensemble besteht aus Bandleader Peter Bühr, dem Engländer Andy Lawrence (Kornett und Gesang), Posaunist Thomas Oehme aus Korb, Wolfram Grotz am Piano, Uli Reichle (Tuba), dem Gitarristen Peter Starkmann und Will Lindfors am Schlagzeug. Ohne viel Trara und Vorgeplänkel wird losgeswingt „Seven come Eleven“ von Benny Goodman und „Wait till you see my Cherie“ aus einem Film von 1929 mit Maurice Chevalier. Dann ist alles auch schon vorbei. Scheinbar. „Wir gehen jetzt“, verkündet Peter Bühr lächelnd und tatsächlich verlassen alle bis auf Schlagzeuger Will Lindfors die Bühne, machen Platz für einen prominenten Stargast: Johnny Varro. Bereits als 16-Jähriger durfte der Pianist, Komponist, Bandleader und Arrangeur mit Jazzgrößen auftreten. Varro erweist sich als charmanter Gentleman ohne Stargehabe. Der 82-jährige US-Amerikaner wirkt gut 15 Jahre jünger, sein Spiel ist zeitlos und zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen. Er beginnt mit einem Duke-Ellington-Medley, zunächst allein, dann steigen Gastmusiker und Kontrabassist Helmut Siegle und der einfühlsame Drummer Lindfors mit ein. Sophisticated Lady, Prelude to a kiss, Chelsea Bridge, Satin doll und Take the A-train fließen geradezu mühelos wie hingehaucht unter Johnny Varros Händen über die Tasten. Auf der Bühne herrscht Bewegung, Bühr und Lawrence erweitern die Gruppe zum Quintett, Carmen Lombardos „Sweethearts on Parade“ in einem Arrangement von Johnny Varro erklingt. Bassist Siegle macht Platz, die restlichen Flat Foot Stompers vereinen sich wieder zu „One morning in May“.

Peter Bühr packt das Monster aus, ein riesiges Bariton-Saxofon, wechselt in den einzelnen Songs zu Klarinette, Tenor- und dem zierlichen Sopran-Saxofon. Ein besonderer Gast ist Cornelia Götz. Die gebürtige Waiblingerin, mittlerweile eine auch international gefragte Sopranistin, gastiert an allen großen Opernhäusern der Welt und verkörpert das Motto des Abends: Classic meets Jazz. Mit „Skylark“ von Hoagy Carmichael zeigt sie, dass ihr auch musikalische Cross-over-Projekte Spaß machen. „The way you look tonight“, ein Lied aus dem Film Swing time mit Fred Astaire und Ginger Rodgers stammt aus der Feder von Jerome Kern und wird von Cornelia Götz und Trompeter Andy Lawrence als Duett gesungen. Die klare perlende Stimme der jungen Sopranistin harmoniert optimal mit Lawrence’ samtig-rauchigem Sinatra-Timbre. Der Charme der 30er-Jahre lebt auf, man fühlt sich wie auf einer Zeitreise zu den Wurzeln des Swing und Jazz.

Das zugegeben doch etwas reifere Publikum wippt, klopft mit den Füßen im Takt und ist sowohl von den Cover-Versionen bekannter Titel als auch von den Eigenkompositionen des Kornettisten Andy Lawrence begeistert. Die Eigenkompositionen fügen sich stilistisch nahtlos in das Programm ein.

Als Zugabe singt Cornelia Götz Summertime und Johnny Varro verabschiedet das begeisterte Publikum mit „Echo of spring“ in eine windige Frühlingsnacht.

 


 

Zeitungsbericht vom 01.04.2012
Waiblinger Kreiszeitung

Höhenflug mit Peter Bühr und Freunden

Thomas Milz, vom 01.04.2012 20:49 Uhr
 

Jazz vom Feinsten in der Auerbachhalle: Der 82-jährige Pianist Johnny Varro, die Sopranistin Cornelia Götz, Peter Bühr am Alt, Andy Lawrence und die anderen „Stompers“. Foto: ZVW
 

Faszinierend gelungenes Experiment: „Classic meets Jazz“ mit der Sopranistin Cornelia Götz und den „Flat Foot Stompers“

Urbach. Schade. Die Tische im Saal der Auerbachhalle waren zwar besetzt, aber dieses Konzert, das Altmeister Peter Bühr da mit seinen formidablen Freunden und der grandiosen Sopranistin Cornelia Götz gab, war von umwerfender Klasse und hätte gern fünfmal so viele Besucher verdient gehabt. „Classic meets Jazz“, ein begeisterndes Experiment auf höchstem Niveau.

Noch kurz vor dem Konzert hat Cornelia Götz in ihrer Garderobe eine kleine Besprechung auf Englisch mit dem Kornettisten Andy Lawrence. Sie gehen die Songs des Konzerts durch. Er fordert sie auf, ihre klassische Stimme als Gegenpart zur Band einzusetzen, und eben nicht wie eine Jazz-Sängerin zu klingen.

Noch nie mit Jazz zu tun gehabt

„Das ist ein extremer Ausflug“, sagt sie danach. „Ich habe noch nie mit Jazz zu tun gehabt.“ Nicht in ihrer Karriere als Opernsängerin jedenfalls. Sie singt in der Semperoper Dresden, ist in Berlin mit der „Entführung aus dem Serail“ oder heute Abend in Bremen in der „Zauberflöte“ zu hören.

Privat aber, oder besser familiär, gesteht sie lachend, „da schließt sich ein Kreis“. Ihr Vater nämlich, Hartmut Götz, hat zusammen mit Peter Bühr in seiner Jugend Klarinette gelernt und später in einer Kapelle selbst Tanzmusik gemacht.

Aber, „man geht dann als Tochter andere Wege“, sagt sie und fügt über ihr heutiges erstes Jazzkonzert hinzu: „Es ist an der Zeit, es auszuprobieren. Wobei ich’s mutig finde.“ Es mache ihr aber großen Spaß, Neues zu entdecken, denn „der Operngesang hat etwas Künstliches, der Jazz ist ehrlich“.

Und eine grundehrliche Jazzhaut ist eben auch Peter Bühr, der mit seinen „Flat Foot Stompers“ und Gästen – in wechselnden Formationen – das Konzert mit einem mitreißenden „Seven Come Eleven“ mit dem abgefahren guten Peter Starkmann an der Gitarre (in bester Django-Reinhardt-Charlie-Christian-Tradition) eröffnete.

Der Big-Band-Swing dieser Combo hatte einen leicht federnden Charme, der eigentlich zum mitternächtlichen Tanz in einer elegant abgerissenen Hotel Lounge im lang verklungenen Jazz-Nirwana passen würde.

Als sich dann der distinguierte Johnny Varro, der noch mit den Großen Benny Goodman und Coleman Hawkins zusammen spielte, an den Flügel setzte und in inspirierter Triobesetzung „Sophisticated Lady“ und „Take The A-Train“ zum Besten gab, hatte man das Gefühl, noch einmal an einem wirklichen Jazz-Ereignis teilzunehmen, das aber überhaupt nichts vorgestrig Museales hatte, sondern in jeder Hinsicht „live“ war.

Für „Little Rock Getaway“ holte ein paar Stücke später dann Peter Bühr sein großes Bariton-Sax hervor und fast schon von einem rockenden Honky-Tonk-Piano getrieben, kamen die Jungs bös und rau in Fahrt und ließen völlig vergessen, dass man es da auf der Bühne mit – nun ja – eher gestandenen Herren zu tun hatte.

Eine Diva ohne Allüren

Und dann, Diva ohne Allüren, Noten in der Hand, kam Cornelia Götz hinzu und schmiegte sich mit den Songs „Skylark“ und „The Way You Look Tonight“ selbstbewusst an die Band, dass es eine spannungsvolle Freude war, wie hier grandios gespielte Musik zwischen Swing, Musical, Pop und Oper schlicht ihre Grenzen aufgab und zu einem beglückenden Höhenflug ansetzte.

 
 
 

  

Zeitungsausschnitt Stuttgarter Zeitung 24.03.2012

  

Jazzkonzerte mit einer Opernsängerin

Seiner ersten großen Liebe, der Jazzmusik, ist Peter Bühr schon seit mehr als 50 Jahren treu. Trotzdem ist der Waiblinger, der am 09. April seinen 70. Geburtstag feiert, auch offen für Neues. Im vergangen Jahr hat er mit einigen Musikerkollegen eine frisch zusammengestellte Formation aus der Taufe gehoben: „Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“. Die siebenköpfige Band spielt am liebsten Musik aus den 1920er-, 30er-, 40er-Jahren und ist in den kommenden Monaten fleißig unterwegs – im Remstal und im Großraum Stuttgart oder auch beim Jazzfrühling in Kempten im Allgäu.

Bereits in der kommenden Woche lassen sich die sieben Herren auf ein Experiment, das den Namen „Classic meets Jazz“ trägt. Für das Projekt hat sich die Band weibliche Unterstützung in Gestalt von Cornelia Götz geholt. Die in Waiblingen geboren und in Remshalden aufgewachsene Sopranistin singt normalerweise in Opernhäuser rund um den Globus, tritt am 30. und 31. März aber ausnahmsweise mal in Urbach und Murrhardt auf. Ursprünglich hatte Peter Bühr die ebenfalls aus Waiblingen stammende Opernsängerin Melanie Diener als klassisches Gegenstück vorgesehen, doch daraus ist nichts geworden. „Sie hat eine Einladung des Moskauer Bolschoi-Theaters bekommen, und da konnten wir natürlich nicht sagen, bleib da. Ein Glück, dass das Remstal mit mehreren weiblichen Opernsängern gesegnet ist.

Und weil zwei Stargäste noch besser sind als einer, haben sich die Jazzmusiker noch jemand dazu geholt, der als einer der letzten großen Sing- und Jazzpianisten gilt.: Johnny Varro. Er hat Größen wie Luis Armstrong, Benny Goodman oder Ella Fitzgerald begleitet. Mit ihm verbindet Peter Bühr eine fast 30-jährige Freundschaft. 1986 haben sich die beiden Jazzmusiker getroffen und seitdem ist der Amerikaner regelmäßig ins Remstal gekommen. Zum Beispiel, um bei den Rems-Murr-Jazztagen aufzutreten, die Peter Bühr 1980 ins Leben gerufen hat und fast zwei Jahrzehnte lang organisiert hat. Die Promis der internationalen Jazzszene stiegen damals im Gasthaus Waldhorn in der Waiblinger Fronackerstraße ab.

Bei den zwei „Classic meets Jazz“-Konzertabenden steht – soviel verrät Peter Bühr schonmal vorab – der Song „Summertime“ auf jeden Fall auf dem Programm, gesungen wird er von Cornelia Götz mit Johnny Varro als Klavierspieler an ihrer Seite. Auch Glenn Millers „Blue Orchids“ wird in Murrhardt und Urbach zu hören sein. „Das Stück ist sehr gut für eine Opernsängerin geeignet.“

Auch für das kommende Jahr haben Peter Bühr and his Falt Foot Stompers schon Pläne. Ein Projekt, das sie auf jeden Fall angehen wollen, heißt „The Dixieland Story“, dabei handelt es sich um 24 Arrangements des amerikanischen Dixieland-Musikers Matty Matlock. „Die Noten haben Jahrzehnte lang in einer Garage gelegen“ sagt Bühr – nun feiern sie voraussichtlich 2013 ihr Comeback ins Remstal. Letzterem hat der Trompeter der Flat Foot Stompers, Andy Lawrence, übrigens mit einer Suite, einem Zyklus von Musikstücken, ein Denkmal gesetzt. Das Werk heißt „Ein Engländer im Remstal“ und wird wohl bei den Heimattagen, die 2014 in Waiblingen ausgerichtet werden, erstmals zu hören sein.

 



 

Kommendes Wochenende erwarten Sie hochkarätige Jazzkonzerte mit „Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“ verstärkt durch den Bassisten Helmut Siegle und zwei musikalische Gäste: der amerikanische Ausnahmepianist Johnny Varro und die Sopranistin Cornelia Götz.

Johnny Varro, einer der letzten großen Swing- und Jazzpianisten, spielte schon mit Jazzgrößen wie Bobby Hackett, Louis Armstrong und Benny Goodman und begleitete Sängerinnen wie Peggy Lee und Ella Fitzgerald. Er war der Pianist in der in Amerika berühmten Jackie Gleason Show, außerdem der Pianist von Coleman Hawkins, Edmond Hall, „Wild“ Bill Davison, Flip Phillipps, Billy Butterfield und Charlie Shavers. Spielte bei den “Dukes of Dixieland”, und hat mehr als 100 Schallplatten und CDs eingespielt.

Cornelia Götz, geboren in Waiblingen und in Remshalden aufgewachsen, ist eine international gefragte Sopranistin mit einem umfangreichen Konzert- und Opernrepertoire. Sie gastierte bereits an den großen Opernhäuser dieser Welt - Metropolitan Opera House New York, Opera Chicago, in den Opernhäuser von Tokyo, Yokohama, Athen, London, Edinburgh, Marseille, Rom, Parma, Wien, Zürich, Dresden, Berlin, Leipzig und Stuttgart.

 

„Peter Bühr and his Flat Foot Stompers“ - Peter Bühr, Andy Lawrence, Thomas Oehme, Wolfram Grotz, Peter Starkmann, Uli Reichle und Will Lindfors - verstärkt durch Helmut Siegle, spielen die Musik der Small Bands der 30er und 40er Jahre. Lassen Sie sich überraschen und verpassen Sie diesen musikalischen Hochgenuss nicht.

 

Termin: Donnerstag 29.März 2012, 19.30 Uhr
Ort: Bürgerzentrum Waiblingen, Welfensaal
Eintrittspreis: 12 € - Restkarten an der Abendkasse
 

Termin: Freitag, 30. März 2012, 20 Uhr
Ort: Auerbachhalle Urbach
Eintrittspreis: 15 € - nur Abendkasse (ab 19 Uhr)


Termin: Samstag, 31. März 2012, 19 Uhr
Ort: Festhalle Murrbach
Eintritt: 13 €  - Hier geht es zur online-Bestellung von Eintrittskarten
 

 


 

 

Bericht aus der Fränkischen Landeszeitung vom 05.03.2012

 

Beschwingt und unterhaltsam

Unterhaltsamer Streifzug durch die frühen Zeiten des Jazz - Gelungene Arrangements - Anheimelnde Atmosphäre

Feuchtwangen (hjp)



Bild: Prüfer - Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Bereitsstellung

(von links nach rechts: Thomas Oehme, Posaune; Will Lindfors, Schlagzeug; Andy Lawrence, Kornett und Gesang; Uli Reichle, Tuba; Peter Bühr, Klarinette & Moderation; Wolfram Grotz, Piano; Peter Starkmann, Gitarre)


 

Freunde des Jazz kamen beim Auftritt von "Peter Bühr and his Flat Foot Stompers" am Samstagabend in der Stadthalle "Kasten" in Feuchtwangen wieder zu einem schönen Musikerlebnis. Die neue Band um Peter Bühr präsentierte ein reichhaltiges Repertoire des ursprünglichen Jazz aus dem Amerika der 1930er Jahre, dem sich die Musiker verschrieben haben. Das alles in einem begeisterenden Stil, nicht laut und aufdringlich und ohne Show Effekte.

Von den "alten" Flat foot Stompers waren neben Peter Bühr (Klarinette und Saxophon) noch dabei Wolfram Grotz (Piano), Uli Reichle (Tuba) und Will Lindfors (Schlagzeug). Neu zum Ensemble gestoßen sind Andy Lawrence (Kornett und Gesang), Thomas Oehme (Posaune) und Peter Starkmann (Gitarre).

In dieser Zusammensetzung gehören sie wieder zur Top-Riege der traditionellen Jazz-Bands. Andy Lawrence ist nicht nur ein Ausnahmetrompeter, sondern auch für die gelungenen Arrangements als musikalischer Leiter verantwortlich. Außerdem trägt er eigene stilvolle Kompositionen bei, wie sein Stück "Swan Island Rag" zeigte. Neue Songs werden präsentiert aus der Feder von Johnny Varro, Bob Haggart und Bill Maxed, es gab Kompositionen von den Königen des Jazz wie Benny Godman, Duke Ellington und andere Größen zu hören. [...]

[...]
Andy Lawrence mit seiner ausgereiften Jazz-Stimme und die vielen Soli der Musiker, die immer wieder zu Beifall hinrissen, prägten den Abend. Für eine anheimelnde Athmosphäre sorgten auch die "familiären" Ansagen und Programmerläuterungen von Peter Bühr, dem da die große Erfahrung von fast 40 Bühnenjahren anzumerken war.

Der unterhaltsame Streifzug durch die frühen Zeiten des Jazz sorgte für anhaltenden Beifall. Mit zwei schönen Zugaben bewies das Ensemble, dass jedes seiner Mitglieder improvisieren kann. Das war Jazz vom Feinsten.

 

 


 

 

Bericht aus der Waiblinger Zeitung vom 24.11.2011

Peter Bühr und die Flat Foot Stompers im Bürgerzentrum

Waiblingen (hg).

Im Welfensaal des Bürgerzentrums konzertierten Peter Bühr und seine Flat Foot Stompers und alle kamen; alte und neue Freunde. Die Veranstaltung war ausverkauft.

Jazzmusik überwiegend der 20er, 30er und 40er Jahre. Geschrieben für die damals sehr populäre, die sogenannte Smallband, ideal für die Besetzung der Flat Foots. Eine sehr anspruchsvolle Jazz-Session, die Stücke komponiert unter anderem von den Königen des Jazz Benny Goodman, Duke Ellington und anderen Größen des Jazz, aber auch, man höre und staune, von Antonin Dvorak. Einiges, bis dato wenig Gespieltes, wurde aus dem Fundus von Peter Bühr ausgegraben. Der musikalische Bogen griff von 1894 bis zu einer Uraufführung, geschrieben von Andy Lawrence, dem musikalischen Leiter der Flat Foots aus dem Jahr 2011, titelt Swan Island Rag (Schwaneninsel Rag).

Auch Stücke von Bob Haggart wurden vorgetragen. Bob Haggart ist im Rems-Murr-Kreis durch die Jazztage bestens bekannt. Das Publikum ging begeistert mit, es gab lang anhaltend Standing Ovation.

Ein ausgesuchtes Programm und dies mit musikalischer Qualität vorgetragen, Verbindendes und Erklärendes wurde von Peter Bühr dazugemischt. Die Band hat bewiesen, dass sie in der obersten Liga spielt. Die Akteure sind Andy Lawrence, Kornett und Gesang, Peter Bühr, Klarinette und Altsaxofon, Thomas Oehme, Posaune, Wolfram Grotz, Piano, Peter Starkmann, Gitarre, Ulli Reichle, Tuba, und Will Lindfors, Schlagzeug und Gesang. Bei der Zugabe bewies das Ensemble, dass jeder improvisieren kann. Jazzen vom Feinsten.

 


 

 

Klassik meets Jazz

das ist kein Druckfehler - "Klassik meets Jazz" - das ist ein Projekt der renommierten Jazzband "Peter Bühr and his Flat Foot Stompers", zusammen mit Johnny Varro, der aus den USA kommende große Swing-Pianist, der schon mit vielen vielen Jazzmusikern der Jazzgeschichte auftrat und auf mehr als 100 CDs und Schallplatten zu hören ist, und Melanie Diener, Sopranistin im internationalen Rampenlicht der Opernbühnen und Konzertsäle, die aber auch mit Begeisterung die Melodien der Jazz- und Swingmusik singt.

Mit großem Erfolg, von der Presse gelobt, wurde das Projekt schon zweimal vorgestellt und alle Beteiligten sind der Meinung, dieses erstklassige Konzert muss, wann immer sich die Möglichkeit ergibt, Kulturverantwortlichen und Konzertveranstaltern angeboten werden.

Diese Möglichkeit wird sich ergeben, da Johnny Varro nach einer Europatournee im März 2012 ab dem 26.März 2012 uns zur Verfügung steht. Melanie Diener wird ebenfalls in dieser Zeit bis einschl. 09. April zur Verfügung stehen.

In diesem Zeitraum ergibt sich die Möglichkeit, dieses interessante und abwechslungsreiche Konzert mit Songs von Hoagy Carmichael, Richard Rogers, Irving Berlin, Kurt Weill, Jerome Kern, Henry Mancini, Bob Haggart und George Gershwin auch bei Ihnen als Konzert der Spitzenklasse aufzuführen.

Von einem Konzert in Waiblingen Dezember 2009 wurde eine Live-CD aufgenommen. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage Auszüge des Konzerts auf CD zu.


Anfragen bitte unter Kontakt an Peter Bühr


Die ersten beiden Termine dieser Konzertreihe stehen bereits fest.
In wenigen Tagen finden Sie unseren aktualisierten Veranstaltungskalender

 
 

 

 

Hörprobe der SWR Fernsehen Sendung vom 07.04.2011

Peter Bühr & his Flat Foot Stompers
"Back to Sorrento"



 
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